Tesoro Escondido – der Name ist Thema


fähre2Ein „versteckter Schatz“, das ist Tesoro Escondido: versteckt, weil man wirklich hin wollen muss, um auch dorthin zu kommen, per Zufall kommt niemand hier vorbei; und ein Schatz deshalb, weil man dort auf ursprüngliche Natur und tolle Menschen trifft, und natürlich auf einen der besten Kakaos der Welt, den Nacional Arriba.

fähre

Ich war zu Besuch bei unserem neuen Partnerprojekt..(siehe auch Unsere Partner).

Von der Hauptstrasse weg ist man 5 Stunden auf unasfaltierten Pisten mit dem „Buschtaxi“ unterwegs, die Überfahrt mit der Fähre ist nur bei niedrigem Wasserstand möglich und dann weiter zu Fuss, 30min für die nächstliegendste und 8 Stunden für die am weitesten entfernte Finca in Tesoro Escondido.
Von den Produzenhaus javierten Javier und Magali, Nestor, Yadira und Patricio haben wir viel über die Fauna und Flora erfahren, ihr Leben fern jeglicher Infrastruktur für einige Tage geteilt und uns ihre vielschichtige Beziehung zur in dieser Region tätigen Holzfirma erklären lassen, wir haben Schokolade und Kakao verkostet, über Kochrezepte diskutiert….
luftbilder anschauen

Ausserdem war ich in interessanter Begleitung: Felipe, der Koordinator des Proyecto Washu hat uns die fertigen Luftbilder der Fincas gezeigt, Marine und Juan, zwei junge Dokumentarfilmer, haben ihre Aufnahmen für eine Crowdfunding Kampagne des Proyecto gedreht….der Austausch war immer sehr interessant und lebhaft.
kakao im waldDie Nächte unter dem Moskitonetz auf den offenen Terrassen der Holzhäuser, der Lärm des tropischen Regens auf dem Wellblech, die Momente der Ruhe mit der Betrachtung des endlosen Grüns der Wälder und dem Lauschen der Schreie der Affen und Vögel waren fast von friedlicher Romantik…wenn da nicht die immer stechenden Moskitos wären….

Die Farmer leben fast ausschliesslich vom Kakao, inmitten von ursprünglichen Wäldern gedeiht der Arriba Kakao hervorragend, die meisten Bäume stammen von den Pflanzen bzw. Samen ab,alter kakao die vor 30 Jahren, die ersten Siedler mitgebracht haben.

Im Laufe der Zeit haben sich die bestangepassten Pflanzen herauskristallisiert und deren mehr kakaoSamen wurden dann zur Verbreitung verwendet.

Unsere 5 Partnerfamilien sind fest von einem in die Natur integrierten ökologischen Anbau überzeugt, sie haben ihre eigenen Konzepte zur natürlichen Düngung der Böden entwickelt.

 

Der geerntete Kakao wird auf dem Rücken zu den „tendals“ getragen, wo die Kakaobohnen fermentiert und getrocknet werden; der verkaufsfertige Kakao dann auf Maultieren über die transportmittelschlammigebrücke selbstgebautn Wege und über die Hügel hinweg bis zur Strasse transportiert.

Die Logistik ist hier das grösste Problem, Transport ist teuer und von vielen Unbekannten bestimmt….aber das sind die Menschen hier gewöhnt und Improvisation ist eine tägliche Normalität…..